Trauzeugen – Aufgabe und Rolle auf einer Hochzeit

Trauzeuge Bild - Frauen mit Brautpaar

Dauer: 6 Minuten Author: A.Bode

 

1. Trauzeugen – die wichtigsten Nebendarsteller auf einer Hochzeit

Bei der Hochzeit ist das Brautpaar selbstverständlich der Mittelpunkt einer Hochzeit. Doch die Vorbereitungen für die Zeremonie und die Feier sind sehr hoch, deswegen ist das Brautpaar über jede Hilfe dankbar. Oft sind die Trauzeugen die engsten Bezugspersonen für Braut und Bräutigam. Daher übernehmen die Trauzeugen bedeutende Aufgaben, um als Unterstützer, Berater und Kritiker da zu sein. Welche Aufgaben genau übernommen werden sind immer unterschiedlich. Wir haben ein paar Beispiele welche TO DO’s übergeben werden können und wie Sie die richtige Wahl der Trauzeugen treffen.

2. Die Wahl des richtigen Trauzeugen

Wussten Sie eigentlich, dass Sie offiziell gar keinen Trauzeugen ernennen müssen? Tatsache! Heutzutage brauchen Sie bei einer standesamtlichen gar keine Personen, die eine Eheschließung bezeugen. Die Ausnahme in der Regel ist in diesem Fall die katholische Kirche, die sogar zwei Trauzeugen fordert. Nichtsdestotrotz ist es noch Tradition, dass das Brautpaar jeweils einen Trauzeugen an seiner Seite hat. 

Wichtige Regeln bei der Ernennung der Trauzeugen

Oft wissen Braut und Bräutigam bereits im Vorfeld wer die ehrenvolle Aufgabe als Trauzeuge oder Trauzeugin übernimmt. Im Großen und Ganzen liegt die Wahl beim Brautpaar, wer die besondere Rolle bei einer Hochzeit übernimmt. Doch einige Faktoren sollten Sie dennoch berücksichtigen:

  • Volljährigkeit: Die Trauzeugen müssen das 18.Lebensjahr vollendet haben, um die Eheschließung zu beglaubigen.
  • Sprache: Die Beteiligten müssen die Trauung vollumfänglich verstehen, das heißt die Trauzeugen sollten die Sprache verstehen, in der die Trauung vollzogen wird.
  • Geschlecht: Es ist nicht verpflichtend, dass die Braut eine Frau und der Bräutigam einen Mann ernennt. Die Trauzeugen können Sie unabhängig vom Geschlecht wählen.
  • Vertrauen: Die Trauzeugen sollten Ihre engsten Bezugspersonen sein. Ob nun ein Familienmitglied oder der beste Freund sollten Ihr vollstes Vertrauen besitzen. Aber auch Belastbarkeit und Ehrlichkeit sind maßgebliche Eigenschaften, die ein Trauzeuge mitbringen sollte. Eine Hochzeitsplanung ist sicherlich sehr emotional. Die engsten Vertrauten sollten aber auch nach der Hochzeit ein wichtiger Ansprechpartner bei Problemen sein.

 

3. Die Rolle der Trauzeugen: eine Ehre mit Aufgaben und Pflichten

Es zeugt von absoluten Vertrauen und einer engen Bindung, wenn ein Trauzeuge oder eine Trauzeugin ernannt wird. Das heißt aber auch eine intensive Unterstützung. Der Beistand ist sowohl emotional als auch operativ gemeint. Ein Trauzeuge sollte das Brautpaar in jeglichen Phasen zur Seite stehen, um die ehrenvolle Aufgabe gebührend zu meistern. Doch keine Sorge, die Trauzeugen müssen und können natürlich nicht alles übernehmen. Daher möchten wir Ihnen eine Empfehlung mitgeben: das Brautpaar sollte mit den Trauzeugen vorab klären, welche Hilfe sie benötigen. Berücksichtigen Sie bei der Planung das Talent und die Ressourcen der beiden Trauzeugen und entscheiden Sie gemeinsam die Aufgabenverteilung der Trauzeugen! 

Wir haben Ihnen einige Punkte zusammengefasst, die im Laufe einer Hochzeitsplanung, der Trauung und nach der Eheschließung auf Sie zukommen können.

3.1 Die Hochzeitsvorbereitungen – basteln, organisieren und einen kühlen Kopf bewahren

Hochzeitsvorbereitungen Bild

Der größte und längste Part einer Hochzeit sind die Hochzeitsvorbereitungen. Durchschnittlich wird eine Hochzeit innerhalb von acht bis zwölf Monaten geplant. In dieser Zeit gibt es Hochs und Tiefs sowie wunderschöne aber auch enttäuschende Momente. Vergessen Sie aber nicht, dass diese Erlebnisse einzigartig sind, die Sie mit Ihrem Trauzeugen noch enger zusammenschweißt. Als Trauzeuge können Sie bei den Vorbereitungen unterschiedliche Rollen einnehmen:

  • Der Entscheider: Ob es nun die Wahl der Hochzeits-Location, der Trauringe oder der Musikwahl geht. Das Brautpaar trifft bei den Hochzeitsvorbereitungen viele Entscheidungen. Es kommt vor, dass die Brautpaare sich nicht einigen können. Es gibt aber auch Phasen, in der das Brautpaar keine Kraft oder Ressourcen hat Entscheidungen zu treffen. Als Trauzeuge kennen Sie das Brautpaar sehr gut und können bei den Entscheidungsprozessen aktiv mitwirken, zumal Sie merken, dass Ihre Hilfe benötigt wird. Helfen Sie bei den Argumentationen und berücksichtigen Sie immer den Kosten-Nutzen-Faktor. Das Brautpaar wird es Ihnen danken.

 

  • Das Organisationstalent: Je nachdem wie strukturiert und organisiert das Brautpaar ist, kann weitere Unterstützung sehr hilfreich sein. Sie können methodisch die Planung strukturieren und verfolgen. Erstellen Sie zusammen mit dem Brautpaar digitalisierte TO DO Listen mit entsprechendem Zeitrahmen, wann die jeweiligen Punkte erledigt werden müssen. Mit zusätzlichen Erinnerungsmails können die Aufgaben auch im Alltag nicht untergehen. Denn nur das Genie beherrscht das Chaos!

 

  • Der Belastbare: Ihr Vertrauter sollte jederzeit das Gefühl haben auch in schwierigen Situationen auf Sie zu zählen. Haben Sie ein offenes Ohr für die Probleme, die eine Hochzeitsplanung automatisch mit sich bringt. In guten wie auch in die schlechten Zeiten sind Sie als Trauzeuge gefragt!

 

  • Die Bastelkönigin: Als würde man wieder in die Kindheit versetzt...Ob nun Sitzplatzkarten, Geschenke für die Hochzeitsgäste oder kreative Tischdekorationen - das Basteln gehört heutzutage bei fast allen Hochzeitsvorbereitungen dazu. Sie sind die geborene Bastelkönigin oder wollen eine werden? Dann helfen Sie mit originellen Ideen und aktiver Umsetzung!

 

  • Der Partyking/die Partyqueen: Selbstverständlich ist vor allem der Trauzeuge bzw. die Trauzeugin beim Junggesellenabschiedgefragt! In diesem Fall dürfen die Braut und der Bräutigam sämtliche Verantwortung an die Trauzeugen abgeben. Der vermeintlich letzte Abend als Junggeselle soll gebührend gefeiert werden. Die Organisation und Planung übernehmen standesgemäß die Trauzeugen der zukünftigen Eheleute. Sie suchen noch Ideen für den perfekten Junggesellenabschied oder wissen noch nicht so recht wo Sie überhaupt mit der Planung anfangen sollen? Keine Sorge, wir haben in diesem Fall schon mitgedacht. Lesen Sie hier mehr! 

 

  • Ansprechpartner für die Gäste: Wer kennt das nicht? Einige Hochzeitsgäste möchten auf der Hochzeit ebenfalls einen Beitrag leisten und planen eine Einlage für das Brautpaar. Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten auf der Hochzeitseinladung. Als Trauzeuge haben Sie in der Regel einen guten Überblick über den Hochzeitsablauf und können dementsprechend gut planen. In diesem Fall nehmen Sie dem Brautpaar zusätzlichen Ballast ab und sichern eine gelungene Überraschung an der Hochzeit.

 

  • Der Styling Berater: Es geht um das wohl wichtigste Outfit im Leben, nämlich die Wahl des Brautkleids bzw. des Anzugs. An dieser Stelle wird’s nochmal knifflig, zumindest bei der Braut. Dazu gehört natürlich auch, dass Sie bei der Kleidersuche und mit dabei sind. Seien Sie bei der Wahl des Brautkleids offen und ehrlich, doch lassen Sie am Ende des Tages die Braut entscheiden, welches das perfekte Brautkleid für sie ist. Die Männer sind da meist unkompliziert, was die Wahl des Hochzeitsanzuges betrifft. Eines können Sie auf jeden Fall positiv beeinflussen! Nehmen Sie ein Stoffmuster des Brautkleids mit um die Hemdfarbe beim Bräutigam optimal abzustimmen! Denn weiß ist nicht gleich weiß!

 

  • Der Abend vor der Hochzeit: Erledigen Sie auf jeden Fall alle Aufgaben bis zum Abend vor der Hochzeit, denn nun sollten Sie sich die Zeit für die Braut bzw. den Bräutigam nehmen. Oft verbringen die Brautleute die Nacht vor der Hochzeit getrennt voneinander, daher sollten Sie als Trauzeuge die Ruhe vor dem Sturm ausnutzen. Lassen Sie den Abend in Ruhe mit der Braut oder den Bräutigam ausklingen. Gehen Sie gemütlich was trinken oder schauen Sie zusammen einen Film an. Sorgen Sie aber auch dafür, dass die zukünftigen Eheleute rechtzeitig ins Bett, damit sie fit für den großen Tag sind.

3.2 Die Hochzeit – auch für die Trauzeugen ein unvergesslicher Tag

Trauzeuge Bild

Der große Tag ist endlich gekommen. Die intensive Vorbereitungsphase ist am Tag der Hochzeit zu Ende. Doch nun muss alles glatt laufen, sonst war alles umsonst, oder? Atmen Sie ruhig durch und genießen Sie nun gemeinsam mit dem Brautpaar die emotionalen Momente bei der Trauung und die lustige Feierstimmung. Denn auch für die Trauzeugen ist das ein besonderer Tag. Nicht nur die Bindung zwischen Braut und Bräutigam wird an diesem Tag gefeiert. Als Trauzeuge werden Sie immer einen besonderen Teil bei den Ehepartnern einnehmen. Machen Sie die Momente für immer unvergesslich!

  • Das Fitting: Die Hochzeit beginnt schon am frühen Morgen, wenn sich das zukünftige Ehepaar in Schale schmeißt. Der Bräutigam macht sich meist alleine zurecht. Als Trauzeuge sollten Sie dennoch an seiner Seite sein, um zu unterstützen oder einfach damit der Bräutigam sich gut aufgehoben fühlt. Bei der Braut läuft es meist etwas hektischer zu. Denn Haare und Makeup müssen an diesem Tag sitzen, deswegen sollten Sie als Trauzeuge einer Baut selbstverständlich mit dabei sein, wenn sie hergerichtet wird. Behalten Sie die Nerven, wenn die Braut gerade ihre verliert, sorgen Sie für eine perfekte Atmosphäre und behalten Sie die Zeit im Auge.

 

  • Die Trauung: In diesem Moment sollte alles wie am Schnürchen laufen. Die Gäste sollten soweit auf ihren Plätzen sein und der Rest sollte von alleine laufen. Jetzt heißt es für Sie: genießen den unvergesslichen Moment!

 

  • Die Hochzeitsrede: Ein paar gute Ratschläge, lustige Anekdoten über das Brautpaar oder emotionale Worte werden in Ihrer Hochzeitsrede sicherlich nicht fehlen? Gute Idee! Schreiben Sie Ihre Hochzeitsrede um den Brautpaar Ihre herzlichsten Glückwünsche auszurichten und machen Sie Ihrem Namen als Trauzeuge alle Ehre!
3.3 Nach der Hochzeit ist vor der Ehe - Was zu beachten ist

Trauzeuge zu sein heißt nicht nur, dass man die Eheschließung bezeugt oder auch bei den Hochzeitsvorbereitungen hilft. Denn wenn das Paar heiratet kommen in der Ehe sowohl gute als auch schlechte Zeiten. Bei Problemen in der Ehe sollte die Eheleute auch weiterhin auf Sie zählen. Als Vertrauter können Sie bei Sorgen und Streit unterstützen und Ihre Hilfen anbieten, denn Trauzeuge zu sein ist keine Momentaufnahme. 

„Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu werden, als geehrt zu sein und es nicht zu verdienen.“ (Mark Twain) Drum werden Sie der ehrenvollen Aufgabe als Trauzeuge gerecht. Seien Sie für die Braut oder den Bräutigam der Begleiter bei den Hochzeitsvorbereitungen, die rechte Stütze an der Hochzeit und ein langjähriger Vertrauter in der Ehe. Welche Erfahrungen haben Sie als Trauzeugin oder Trauzeuge gemacht? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte an info@trauringe-efes.de.

 

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Trauringe EFES Team